| Höllisches Spektakel |
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moers Deabru Beltzak - klingt der Name nicht unheimlich, spektakulär und atemberaubend? Schwarze Teufel heißt das auf Deutsch. Die sechs schwarzen Teufel kommen aus dem nordspanischen Bilbao und geiferten, quiekten, kreischten, was das Zeug hielt, als sie am Samstag die Bühne auf dem Kastellplatz betraten. Passend zum Auftritt aus der Unterwelt war die Dunkelheit aufgezogen, Motten flirrten - angelockt von den Scheinwerfern - durch die kühl-schwüle Luft. Doch das von vielen Zuschauern erwartete höllische Spektakel entpuppte sich am Samstag als eine ziemlich unspektakuläre Musikshow, die die Truppe nach zehn Jahren im Straßentheater entwickelt hatte. Das sechsköpfige Ensemble ließ die Percussions vibrieren und brachte karibisches Flair nach Moers. moers Deabru Beltzak - klingt der Name nicht unheimlich, spektakulär und atemberaubend? Schwarze Teufel heißt das auf Deutsch. Die sechs schwarzen Teufel kommen aus dem nordspanischen Bilbao und geiferten, quiekten, kreischten, was das Zeug hielt, als sie am Samstag die Bühne auf dem Kastellplatz betraten. Passend zum Auftritt aus der Unterwelt war die Dunkelheit aufgezogen, Motten flirrten - angelockt von den Scheinwerfern - durch die kühl-schwüle Luft. Doch das von vielen Zuschauern erwartete höllische Spektakel entpuppte sich am Samstag als eine ziemlich unspektakuläre Musikshow, die die Truppe nach zehn Jahren im Straßentheater entwickelt hatte. Das sechsköpfige Ensemble ließ die Percussions vibrieren und brachte karibisches Flair nach Moers. Les Maclomas Zweifellos eine eigenwillige Performance, der es jedoch nicht gelang, das Publikum zu fesseln. Schon nach wenigen Minuten leerten sich die Ränge in der Comedy-Arena. Was daran liegen mag, dass die Zuschauer schon am frühen Abend eine Trommel-Show erlebt hatten: "Trude träumt von Afrika" hieß die Show von fünf ältlichen Grazien, die die Blockflöten und ihr Hausfrauen-Dasein über Bord geworfen hatten, um sich beim westafrikanischen Trommeln abzureagieren. Mehr Glück bei den Zuschauern als Deabru Beltzak hatte der Brite Martin Soan, der den Nonsense zum Sinn erhob. Zur Musik von Michael Jackson zog er sich dicke Gummibänder durchs Gesicht, so dass es bald nur noch eine Grimasse darstellte. Er stellte merkwürdige elektrische Püppchen zum Riverdance auf und steppte dazu. Als er sie wieder abstellen wollte, kam aus dem Publikum ein lang gezogenes Oooch. "Ich nehme Euch jetzt nicht wirklich ernst", erklärte er auf Englisch. Zu guter letzt nahm er die Comedy-Fans mit auf eine Nonsense-Zeitreise durch die englische Geschichte, bei der er schließlich bei Elisabeth I. landete. Dass man sich als Zuschauer in der ersten Reihe niemals vor den komödiantischen Attacken in Sicherheit wiegen darf, zeigte sich einmal mehr beim Auftritt des Special guests, Mario, Queen of circus, der mit einem Einrad vorbei kam, Zuschauerin Claudia auf die Schultern nahm und mit ihr davon strampelte. Das Problem: Claudia war mindestens ein Kopf größer als der schmächtige Mario. Die meisten Zuschauer fieberten am Samstag jedoch dem Auftritt von Les Macolma aus Frankreich entgegen. "Wann kommen denn endlich die Clowns", fragte ein kleines Mädchen ihren Vater. Und diese Truppe, die den Comedy-Preis Henriettchen gewann, war dann auch wirklich der Höhepunkt des Tages. Dia-Show moers (aka) Ein wenig Melancholie zog am Samstag dann doch über die Comedy-Arena auf dem Kastellplatz: Moderator Tomás Kubinek lud das Publikum in einer Umbaupause zu einer Dia-Show über 30 Jahre Comedy Arts Festival ein. Gezeigt wurden die Fotografien, die auf den Festivals geschossen wurden: Paul Kuhn, Helge Schneider, Leo Bassi - all die besonderen Auftritte zogen noch einmal an den Zuschauern vorüber. Kubinek nannte die Namen der Künstler, die das Festival zu dem gemacht haben, was es heute ist. Natürlich war auch ein Foto von Werner Schrick darunter. RP, vom 07.08.2006 Anja Katzke |