| Moers swingt mit Anke |
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Tanzende Teufel und das total verrückte Chaostheater Oropax. Ein schöner Abschluss des Festivals. Es blieb trocken. Moers. „Liebe Überlebende des Sturms von gestern, herzlich willkommen. Es regnet nicht mehr!“ Mit diesem Jubelgesang eröffnete Tomás Kubinek am Samstag den dritten Spieltag des Comedy Arts. Tanzende Teufel und das total verrückte Chaostheater Oropax. Ein schöner Abschluss des Festivals. Es blieb trocken.
„Trude träumt von Afrika“ sind vier Damen im besten Alter aus Hamburg. Sie glaubten zu einem Blockflötenwettbewerb zu fahren und landeten beim Comedy Arts. Sie trommelten, wobei es egal war, ob sie eine Trommel hatten oder die Keksdose auf dem Bügelbrett. Als Frau müsse man sich eben auch irgendwie abreagieren, finden die vier. „Die Männer können das beim Fußball, würden wir Frauen die Wäsche anschreien, wär´ das einfach zu langweilig“, erzählt Mathilde im blauen Samtkleid.
Der Bayer Christian Springer, der als „Fonsi, der Kassenwart von Schloss Neuschwanstein“ loslegte und dem Publikum seine ganz eigene Weltansicht darlegte. Von Merkel und dem Bush-Besuch („Ich bin ja schon froh, wenn Bush zu Besuch ist, normalerweise marschiert er ja ein“) oder zur Pisa-Studie („Wir sind doch alle blöd wie Oskar“) – an allem hatte er etwas auszusetzen. Auch stellte er fest, dass die Kinder von heute zwar fett und blöd seien, aber praktisch. Anstatt teuren Reitunterricht reiche den Kindern von heute schon ein billiger Fernseher, teure Bio-Kost werde nicht mehr gebraucht, da reiche ein Eimer Chips.
Aufregend ging es bei Martin Soan aus London zu. Gummibänder im Gesicht oder den trötenden Lieblingselefanten seiner Tochter – Soan schreckte vor nichts zurück. Überzeugt von Soan war das Publikum spätestens bei der „Riverdance“ – Darbietung. Etliche kleine, steppende Püppchen hüpften über die Bühne. Da blieb kaum ein Auge trocken. „Deabru Beltzak“, die tanzenden Teufel aus Spanien sorgten mit Percussion, Theater und pyrotechnischen Elementen für Spannung. „Les Macloma“ – drei Franzosen aus Paris, sorgten mit ihrer „Comédie Clownesque“ für einen zauberhaften Abschluss am Samstag. Fast alle Zuschauer folgten der absurden und poetischen Clownerie bis weit nach Mitternacht.
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