| Absurde Clownerie |
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MOERS. Mut zu kreativen Schwachsinn beweist der Münchener Kabarettist Christian Springer, der mit seiner Kunstfigur „Fonsi” den Festival-Samstag ab 18 Uhr humoristisch-witzig einläuten wird. In seinem zweiten erfolgreichem Programm spielt er den Kassenwart von Schloss Neuschwanstein und betrachtet die Welt aus seinem ganz eigenen Blickwinkel. „Der Fonsi ist ein Siebeng‘scheiter und ein Grantler dazu”, beschreibt ihn der künstlerische Leiter des Comedy Arts Festivals, Werner Schrick.
MOERS. Mut zu kreativen Schwachsinn beweist der Münchener Kabarettist Christian Springer, der mit seiner Kunstfigur „Fonsi” den Festival-Samstag ab 18 Uhr humoristisch-witzig einläuten wird. In seinem zweiten erfolgreichem Programm spielt er den Kassenwart von Schloss Neuschwanstein und betrachtet die Welt aus seinem ganz eigenen Blickwinkel. „Der Fonsi ist ein Siebeng‘scheiter und ein Grantler dazu”, beschreibt ihn der künstlerische Leiter des Comedy Arts Festivals, Werner Schrick.
Trude träumt von Afrika Musikalisch-rhythmisch geht es in der Show „Trude träumt von Afrika” zu: Fünf Damen im besten Alter haben die Kochtöpfe weggeworfen und schwelgen seitdem in westafrikanischen Rhythmen. Das Publikum darf sich auf eine Percussion-Performance freuen, die durch mehrstimmige Gesänge und spannende Arrangements altbekannter Lieder bereichert werden. „Erheiternd sind die Wortbeiträge und Erklärungen, die das Geschehen auf der Bühne erhellen sollen”, so Schrick. „Gelegentliche Tanzeinlagen und ein Schlagzeugsolo aus der Vergangenheit bei der Heilsarmee runden das Programm ab.” Nach den Trommel-Truden gibt sich der Altmeister der alternativen britischen Comedy auf dem Kastellplatz die Ehre: Martin Soan aus England präsentiert mit seiner Gag- und Propshow das Ergebnis 30-jähriger Forschungsarbeit auf dem Gebiet des visuellen und absurden Humors. „Soan Alone” ist eine Familien-Show ohne Familie und eine Parodie auf einschlägige Kostümshows. Das Publikum soll sich laut Schrick an absonderlichen Kreaturen und Figuren ergötzen. Deabru Beltzak, die „schwarzen Teufel” aus dem nordspanischen Bilbao präsentieren in Moers das gleichnamige Musik-Spektakel, das auf dem Montreal Festival in französischer Sprache als „Les Diables noirs” angekündigt wurde. Es ist die erste Bühnen-Produktion, die die Compagnie nach zehn Jahren Erfahrung im Straßentheater entwickelt hat. Das sechsköpfige Ensemble verbindet Musik, Percussion, Theater und pyrotechnische Elemente zu einer eigenwilligen Performance. Das Spektakel der Spanier ist eine Deutschland-Premiere. Den Samstagabend beschließt die französische Truppe „Les Maclomas”. Die Clowns um Guy Pannequin entwickelten für den Cirque du Soleil 1996 die Produktion Quidam, die 1500 mal in Nordamerika, Japan und Europa zu sehen war. Das Trio aus Paris beendete 2005 die Zusammenarbeit und kehrte auf die Theaterbühne zurück. „Aufbauend auf ihrem klassischen Repertoire entstand eine Sammlung satirischer Sketche auf absurdem Niveau. Im Herbst 2005 wurde sie in Spanien erstmals aufgeführt. Auf dem Comedy Arts Festival ist das Trio erstmals in Deutschland mit dem Stück zu sehen. Info Die Reihe wird in der Grafschafter Kultur am kommenden Dienstag mit dem Programm des Festival-Sonntags und dem Straßenprogramm fortgesetzt.
Rheinische Post vom 12. Juli 2006, von ANJA KATZKE� |